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Wo Eltern Antworten erhalten

Liebe Eltern,
Das Jahresende mag eine Zeit des Innehaltens sein. Vor allem aber ist es auch eine Zeit, in der Partys stattfinden, bei denen manchmal viel Alkohol fliesst. Auch Jugendliche gehen aus, der Konsum von Alkohol und vielleicht anderen Drogen kann dabei Thema werden.

Will Ihr Kind in Ihrem Zuhause eine Silvesterparty organisieren? Möchte Ihr Kind an Silvester besonders lange ausgehen dürfen?
Wenn ein Kind älter wird ist es normal, dass es mehr Unabhängigkeit und Freiheit will und braucht. Eltern von Jugendlichen können und sollten ihr Kind dazu ermutigen, Erfahrungen zu machen. Gleichzeitig müssen Eltern auch darauf achten, dass diese Erfahrungen ihr Kind nicht überfordern oder gefährden. Es braucht einen Mittelweg zwischen dem Gewähren von Freiheiten und dem Ausüben von Kontrolle.

Kurz vor den Feiertagen des Jahresendes möchten wir Ihnen in diesem Newsletter ein paar Tipps dazu geben, wie Sie mit Ihrem jugendlichen Kind das Ausgehen bestmöglich planen können.

Vor dem Ausgehen

Über Alkohol sprechen
Bevor Ihr Kind beginnt, in den Ausgang zu gehen, ist es wichtig, zusammen über Alkohol (und andere Drogen) zu sprechen. Sie können sich gemeinsam informieren (vgl. Links ganz unten). Unfälle, Aggressivität, ungeschützte oder ungewollte Sexualkontakte gehören zu den möglichen Risiken. Erinnern Sie Ihr Kind auch an die Gesetze zum Jugendschutz.

Eine klare Haltung vertreten

Erklären Sie Ihrem Kind, dass Sie nicht wollen, dass es Tabak oder illegale Drogen konsumiert. Wenn Ihr Kind Alkohol trinken will, können Sie mit ihm ab 16 Jahren darüber sprechen, unter welchen Bedingungen es das darf. (vgl. z. B. Website feel-ok.ch, mein-teenager.ch)


Wohin geht das Kind in den Ausgang? Mit wem?

Erkundigen Sie sich über einige Aspekte des Ausgangs: Mit wem wird Ihr Kind zusammen sein? Wohin geht es? Bleibt es den ganzen Abend am gleichen Ort? Wie wird es nach Hause kommen? Legen Sie gemeinsam die Zeit der spätesten Rückkehr fest. Jugendliche, deren Eltern wissen, wo und mit wem sie in ihrer Freizeit zusammen sind, konsumieren weniger.


Sicherheit vor allem
Erinnern Sie Ihr Kind an wichtige Regeln zu seiner Sicherheit:
  • Es soll im Ausgang mit seiner Gruppe zusammenbleiben.
  • Es soll sein Getränk im Auge behalten.
  • Kein Fahrzeug lenken, wenn es konsumiert. Nicht mit jemandem mitfahren, der getrunken hat.
  • Niemanden allein lassen, der zu viel getrunken hat. Die Ambulanz rufen, falls diese Person das Bewusstsein verliert.
  • Bitten Sie Ihr Kind, Sie anzurufen, wenn es irgendwelche Probleme gibt. Egal was für welche.

Nach dem Ausgang

Anerkennen Sie, wenn alles nach Plan abgelaufen ist und Ihr Kind sich an die Regeln gehalten hat.

Wenn Ihr Kind sich nicht an die Abmachungen gehalten hat, wenn es zum Beispiel zu spät oder betrunken nach Hause gekommen ist, müssen Sie reagieren. Besprechen Sie die Situation aber besser nicht sofort, sondern erst am nächsten Tag. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, warum es nicht geklappt hat, sich an die Regel zu halten. Ein Gespräch ist noch nicht eine Konsequenz. Lassen Sie die Konsequenz folgen, die Sie mit Ihrem Kind besprochen haben. Es ist wichtig, möglichst schon beim Definieren der Regeln auch die Konsequenz festzulegen. So weiss Ihr Kind, was es zu erwarten hätte.

Und wenn das Fest zuhause "steigt"?

Wenn Ihr Kind bei Ihnen zuhause ein Fest organisiert, besprechen Sie die Bedingungen zusammen: Wer wird zu diesem Fest kommen? Bis wann wird es dauern? Wie werden die Gäste nach Hause zurückkehren?
Auch wenn Ihr Kind schon 16 Jahre alt ist, sollte das Fest alkoholfrei bleiben. Oft kommen auch Jugendliche an ein solches Fest, die noch nicht 16 sind oder deren Eltern nicht möchten, dass sie Alkohol trinken. Es wäre schwierig, sicherzustellen, dass die Jüngeren keinen Alkohol erhalten und dass ältere Jugendliche verantwortungsvoll mit Alkohol umgehen.

Für mehr Informationen: Beachten Sie den Elternbrief Nummer 5 "Freiheiten geben – Grenzen setzen".

Wir wünschen Ihnen Frohe Festtage!

Elternbriefe
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