Wo Eltern Antworten erhalten Elternnewsletter: Covid-19 - Bildschirmnutzung in der Ausnahmesituation

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Wo Eltern Antworten erhalten

Liebe Eltern,

Die Situation rund um Covid-19 verlangt von Familien viel Flexibilität und Anpassung. Die Nutzung von Bildschirmmedien zum Beispiel beschäftigt viele Eltern dieser Tage noch mehr als in «normalen» Zeiten. Kinder, die sich langweilen oder die in Kontakt mit ihren Freunden und Freundinnen sein wollen, fordern vielleicht mehr «Bildschirmzeit» ein als sonst. Eltern, die zuhause arbeiten müssen, sind froh, wenn ihre Kinder beschäftigt sind, auch wenn das bedeutet, dass sie «gamen» oder sonstwie «online» sind.

Die aktuelle Situation IST eine Ausnahmesituation. Aber auch eine Ausnahmesituation braucht Regeln. Diese müssen einfach angepasst werden.

Etwas mehr Bildschirmzeit ist ok…

Die Bildschirmzeit nimmt in der aktuellen Situation zu: Manche Schulen setzen auf Onlineunterricht, Lehrpersonen geben Online-Rechercheaufträge, Schüler·innen arbeiten online gemeinsam an einer Arbeit. Und in der Freizeit ermöglichen Bildschirmmedien, in Kontakt zu bleiben mit Freundinnen und Freunden. Games und andere Onlineangebote bieten Zerstreuung und Ablenkung, wenn die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Es ist verständlich, dass mehr Zeit vor Bildschirmen verbracht wird. Erklären Sie Ihrem Kind, dass die Grenzen aktuell flexibler sind. Manche Grenzen aber sollten trotzdem gelten: Keine Smartphones während der Mahlzeiten und nachts. Rund eine Stunde vor dem Zubettgehen schalten alle ihre Bildschirme aus und alle legen ihr Smartphone oder Tablet im Wohnzimmer in einen Korb.

Eltern und Kinder verbringen in diesen Wochen so viel Zeit miteinander wie kaum je sonst. Nun bieten sich auch gute Gelegenheiten, gemeinsam mit dem Kind sein Lieblings-Game zu spielen oder seine Lieblingsserie mit ihm zusammen zu schauen. Oder veranstalten Sie einen Familien-Heimkino-Abend mit ihrem Lieblingsfilm, den Sie Ihrem Kind schon lange gerne zeigen wollten.


… aber es braucht auch einen Ausgleich 


Mehr Bildschirmzeit ist aktuell ok, sowohl für Kinder wie für Eltern. Aber das bedeutet nicht, dass es ok ist, nur noch online zu sein! Es ist wichtig, im Alltag für Ausgleich zu sorgen, zum Beispiel: Beteiligung der Kinder im Haushalt, gemeinsames oder abwechselndes Kochen, Gesellschaftsspiele, für Oma und Opa ein Fotobuch gestalten oder sonst etwas basteln. Auch Bewegung ist wichtig. Spazieren, kleine Ausflüge, Federball spielen, frische Luft tanken: All das ist möglich, mit gebührendem Abstand zu anderen. Sonne und frische Luft sind gut für das Immunsystem und das Wohlbefinden. Aktuell gibt es Hunderte von Websites, die Ideen für Zeitvertreib und Bewegungsmöglichkeiten bieten. Weiter unten finden Sie ein paar nützliche Links.

Die gewohnten Routinen fallen weg, die Kinder gehen nicht zur Schule, nicht ins Training, nicht zu Oma und Opa. Eltern arbeiten zuhause. Rituale und feste Abläufe geben Sicherheit und helfen, den Alltag zu gestalten. Zeiten für gemeinsame Mahlzeiten sollte man aufrechterhalten. Neue Rituale wie etwa eine feste Zeit für ein Gesellschaftsspiel oder eine feste Zeit, zu der man einander Geschichten vorliest, tragen zu einem Gefühl von Sicherheit und zu einem Ausgleich bei.

Achtung bei Rückzug

Medien bieten auch Ablenkung, wenn man Sorgen hat und Stress erlebt. In einem gewissen Rahmen ist das ok. Auch das Bedürfnis, sich gelegentlich in eine eigene Welt zurückzuziehen, ist überhaupt und insbesondere unter den gegebenen Bedingungen normal. Aber wenn ein Kind sich völlig zurückzieht, kaum mehr mit ihnen spricht und nur noch auf seinem Zimmer bleibt, dann geht es ihm wahrscheinlich nicht gut. Es kann sein, dass die aktuelle Situation Ihr Kind belastet und überfordert. Ängstigt es sich um die Grosseltern? Ist der Kontakt zu seinen Freunden und Freundinnen schwierig? Im Gespräch können Sie versuchen, zu verstehen, welche Sorgen und Ängste Ihr Kind hat. So erhalten Sie einen Anhaltspunkt, was helfen könnte, diese Last abzubauen.

Und Sie selbst? Wie geht es Ihnen?

Die ganze Familie erlebt diese Ausnahmesituation, nicht nur Ihre Kinder. Auch Sie als Eltern müssen sich erlauben, zu sich Sorge zu tragen. Was brauchen Sie? Nehmen Sie sich genug Zeit für sich selbst? Können Sie Ihre Sorgen mit Freunden und Freundinnen teilen?
Wenn die Situation schwierig ist: Denken Sie daran, dass es Fachstellen gibt, die Ihnen auch und gerade in dieser schwierigen Zeit helfen und beistehen. Weiter unten finden Sie Links zu solchen Angeboten.

Wir wünschen Ihnen Kraft und Kreativität für die Gestaltung dieser aussergewöhnlichen Zeit! Halten Sie die Ohren steif.

Freizeitgestaltung in Zeiten von Covid-19

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