Wo Eltern Antworten erhalten Synthetische Cannabinoide – was man darüber wissen sollte.

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Wo Eltern Antworten erhalten

Liebe Eltern,
Wenn Jugendliche Cannabis konsumieren, ist es wichtig, dass Eltern reagieren. Sie können das Kind ermutigen, den Konsum wieder bleiben zu lassen. Wenn dieses Ziel nicht erreicht werden kann, ist es wichtig, das Kind dabei zu begleiten, dass der Konsum möglichst punktuell bleibt und nicht zu Problemen führt. Der Leitfaden «Cannabis – mit Jugendlichen darüber sprechen» bietet Eltern Hilfestellungen.

Alkohol, Cannabis, andere Drogen: Jeder Konsum birgt Risiken. Bei Substanzen, die vom Schwarzmarkt stammen, kommt hinzu, dass man nie sicher ist, was wirklich «drin ist». Das gilt auch für Cannabis. Seit einiger Zeit kommt es nicht selten vor, dass «Gras» oder Haschisch synthetische Cannabinoide enthalten.

Was sind synthetische Cannabinoide? Welche Risiken bergen sie?

Synthetische Cannabinoide sind künstlich hergestellte Stoffe, die Ähnlichkeiten haben mit dem psychoaktiven Wirkstoff von Cannabis (THC). Sie können kristallin, pulvrig oder flüssig sein. Diese Stoffe können zum Beispiel zu «CBD-Cannabis»1 (meist zu «Gras», manchmal zu Haschisch) gegeben werden, das dann als normales Cannabis verkauft wird. Die KonsumentInnen wissen nichts davon. Man sieht nichts, man riecht nichts.

Oft wirken synthetische Cannabinoide sehr stark, manche auch lange. Da die Stoffe oft ungleichmässig auf dem Gras oder im Haschisch verteilt sind, kann die Dosis stark schwanken. Das Risiko von Überdosierungen mit unerwünschten Wirkungen ist damit zusätzlich erhöht.

Zu den Risiken gehören:

  • Bewusstseinsverlust
  • Herzrasen, Herzinfarkt
  • Bluthochdruck
  • Verlangsamung der Atmung
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Verwirrung, Halluzinationen, akute Psychosen
  • Aggressivität, erhöhte Gewaltbereitschaft

In einigen europäischen Ländern ist es in den letzten Jahren zu Todesfällen in Verbindung mit synthetischen Cannabinoiden gekommen. In der Schweiz sind keine Todesfälle bekannt. Es wurden aber vermehrt unerwünschte Nebenwirkungen registriert. Was können Eltern von konsumierenden Jugendlichen tun?

Ihr Kind muss wissen, dass Cannabis mit Substanzen versetzt sein kann, mit denen es nicht rechnet. Wenn Ihr Kind Cannabis konsumieren will, ist es wichtig, dass es weiss, wie es Risiken vermindern kann. Risiken vermindern kann man zum Beispiel, indem man einen Stoff «antestet», also zuerst nur einmal, zweimal inhaliert. Dann sollte man mindestens 20 Minuten abwarten und bei unerwarteten Wirkungen die Finger vom Stoff lassen. Unbedingt vermeiden sollte man auch Mischkonsum.

Diese und weitere Tipps zu risikominderndem Konsum bietet das Informationsblatt «Was kaufst du eigentlich, wenn du Gras kaufst?» von infodrog.ch. Wenn Sie die Informationen dieses Infoblatts mit Ihrem Kind besprechen, bedeutet das nicht, dass Sie seinen Konsum gutheissen. Sie können Ihrem Kind sagen, dass Sie möchten, dass es nicht kifft. Aber wenn es konsumieren will, möchten Sie ihm dabei helfen, dass der Konsum so wenig Risiken wie möglich bringt

1CBD-Cannabis ist legales Cannabis. Es enthält Cannabidiol (CBD) und weniger als 1 % Tetrahydrocannabinol. Mehr Informationen zu CBD.
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Informationen und Rat für Eltern
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